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| Das Trinkwasser | |
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Im Durchschnitt gebraucht jeder von uns pro Tag 128 Liter Trinkwasser. Der Verbrauch hat sich damit seit 1990, als dieser noch bei 145 Litern lag, um mehr als 11 Prozent verringert. Gemeinsam mit Belgien haben wir den niedrigsten Wasserbedarf in der Europäischen Union. Eine weitere Reduzierung ist zwar denkbar, aber nicht in jedem Fall von Vorteil. So muss zum Beispiel durch das Rohrleitungssystem immer genügend Wasser fließen, denn längere Standzeiten würden die Trinkwasserqualität beeinträchtigen. Das zwingt die Wasserversorgungsunternehmen zum Handeln: Sie müssen das Leitungsnetz häufiger spülen - selbstverständlich mit Trinkwasser. Zu einer tatsächlichen Einsparung von Wasser kommt es somit nicht, und die Kosten für die Reinigungsmaßnahmen werden über den Trinkwasserpreis an die Kunden weitergegeben. Im Haushalt kann es sinnvoll sein, leichtere Verschmutzungen mit etwas mehr Wasser zu entfernen, wenn Sie dadurch auf Reinigungsmittel verzichten können. Den Gewässern bleiben dadurch chemische Belastungen erspart. Wo kommt unser Trinkwasser her:
Die Wasserversorgungsunternehmen bilden die Preise nach dem Kostendeckungsprinzip: Das heißt, alle anfallenden Kosten gehen in den Trinkwasserpreis ein. Durch unterschiedliche Gegebenheiten vor Ort bei Gewinnung, Transport und Verteilung kann der Wasserpreis variieren. Eine Subventionierung durch die öffentlichen Haushalte, wie in anderen Ländern Europas üblich, gibt es in Deutschland nicht. Wasser sparen heißt nicht in gleichem Maße Geld sparen. Rund achtzig bis neunzig Prozent der Kosten für Trinkwasser sind Fixkosten, die unabhängig von der Menge des abgegebenen Wassers entstehen. Sinkt die abgegebene Trinkwassermenge infolge des Wasser sparens deutlich, kann der Preis für den Kubikmeter steigen, denn die bestehenden Fixkosten werden auf eine kleinere Wassermenge umgelegt.
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Qualitätskontrolle Die Wasserversorgungsunternehmen untersuchen Trinkwasser in regelmäßigen, zeitlich festgelegten Abständen. Ihr Produkt muss dabei die strengen Grenzwerte erfüllen, die die Trinkwasserverordnung vorgibt. Die Analyse des Trinkwassers wird mit Hilfe modernster Labortechnik durchgeführt. Selbst kleinste Konzentrationen eines Stoffes lassen sich erfassen. Kontrolliert werden die Wasserversorgungsunternehmen vom Amtsarzt. Diese unabhängige Aufsichtsbehörde ist meist dem Gesundheitsamt angegliedert. Für kein anderes Lebensmittel gibt es so viele Grenzwerte und Vorschriften, und kein Lebensmittel wird so häufig und streng kontrolliert wie Trinkwasser. |