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Seifersbach, ein Ortsteil der Gemeinde Rossau,

ist abwassertechnisch größtenteils erschlossen.

Als Standort für die neu errichtete Kläranlage wurde das, an die ehemalige Containerkläranlage des ZWA Hainichen angrenzende Flurstück 165/6 ausgewählt.

Die Altanlage für eine Reinigungskapazität von 400 Einwohnerwerten (EW) ausgelegt, war mit einem Ist-Anschlusswert von 950 EW überlastet. Eine Kapazitätserhöhung schied aufgrund der Gesamtbeschaffenheit der Anlage aus.

Im Zeitraum Juni 2010 bis März 2011 wurde die Altanlage durch einen Kläranlagenneubau mit einen Anschlusswert von 1.000 EW und einem ebenfalls neu zu errichtenden Zulaufpumpwerk ersetzt.

 

Für die Reinigung des anfallenden Abwassers wurde eine kombinierte Belebtschlamm-Rotations-tauchkörper-Anlage mit möglichst weitgehender Stickstoffeliminierung und aerober simultaner Schlammstabilisierung gewählt.

Die Schlammentwässerung erfolgt in einer geeigneten

Kläranlage des Verbandsgebietes.

Die Planung und Bauüberwachung der Kläranlage erfolgt durch das IB Lehmann und Partner aus Burkhadtsdorf in Zusammenarbeit mit der Südsachsen Wasser GmbH - zuständig für Ausrüstung und EMSR.
 
Die Realisierung der Baumaßnahme wurde durch die Bietergemeinschaft G. Hüttner + Co. GmbH, Chemnitz mit der HST-WKS GmbH, Dresden, wahrgenommen

Das über die bestehende Freigefällekanalisation gesammelte kommunale Abwasser fließt am Kläranlagenstandort aus drei Richtungen kommend in einem Kontrollschacht zusammen.

Das neue Pumpwerk hebt das Abwasser in die, etwa 5 m höher als die Zulaufleitungen liegende Kläranlage.

 

Die Kläranlage Seifersbach ist technologisch bzw. räumlich in folgende Funktionsgruppen unterteilt:

 

Zulauf- Schachtpumpwerk:

  • Schacht für drei baugleiche Pumpen

 

Betriebsgebäude:

  • Grobstoffabtrennung (mechanische Abwasservorbehandlung)

  • Aufstellraum für Brauchwasser-Druckerhöhungsstation und Sandfanggebläse

  • Niederspannungs- und MSR-Raum

Kompaktbecken:

  • Biostufe Belebungsbecken (Kombiniertes Rotationstauchkörper-/ Belebungsverfahren mit Schlammstabilisierung); Sauerstoffeintrag durch Stählermatic- Röhrenräder (ohne Druckluftbelüftung)

  • Nachklärung (vertikal durchströmtes quadratisches Trichterbecken)

  • Schlammspeicher zur Zwischenlagerung des Überschussschlammes (Nassschlammabfuhr)

  • Pumpenschacht für Rücklauf-/Überschussschlamm

Probenahme- und Messschacht:

 

Der Kläranlagenauslauf bindet in Nähe der Hauptstraße unterhalb der Straßenbrücke

in den Seifersbach ein.

 

Zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen erhielt der Schlammstapelbehälter eine GFK- Tonnenabdeckung. Die erforderliche Behälterbe- und entlüftung (Lüftungsdome DN 250)

wurden mit Rohrbiofiltern ausgestattet. Analog wurde das Nachklärbecken abgedeckt. Das Belebungsbecken erhielt zum Schutz gegen Witterungseinflüsse eine Einhausung aus einer verzinkten Stahlkonstruktion mit Verkleidung in Sandwichbauweise.

 

Die Kosten für den Neubau der Kläranlage wurden durch den Zweckverband Kommunale

Wasserver-/ Abwasserentsorgung „Mittleres Erzgebirgsvorland“, Hainichen getragen.

Insgesamt wurden 1,4 Mio € investiert. Der Fördermittelanteil betrug 867.225,00 €,

dies entspricht einem Fördersatz von ca. 61,95 %.

 

Wir bedanken uns bei unseren Kunden und den Eigentümern und Nutzern der Nachbargrundstücke für das Verständnis, während der Bauarbeiten bzw. für die Zeiträume bei Wartungsarbeiten.